Bergtour Lechquellenrunde

von Peter Strobel

Organisation: A. Strunk & R. Elsner

 

Dem Wunder so nah

Auf der Freiburger Hütte ein Hauch von Bern

Der Deckenpfronner Schwarzwaldverein kürte seine diesjährige Bergwanderung mit einem ganz besonderen Event auf knapp 2.000 Metern Höhe. Dem Wunder so nah, wurde es doch nicht ganz erreicht – an den 17 wanderfreudigen Frauen und Männern lag es sicher nicht.

Die 3tägige Wanderung führte ins Lechquellengebirge, wo es zunächst vom Formarinsee zur Freiburger Hütte, und von dort auf den Formaletsch ging. Das Ganze am Tag des Halbfinales Deutschland gegen Frankreich. Zurück auf der Hütte richtete sich der Blick entsprechend nicht nur auf die rundum grandiose Aussicht, sondern auch auf die Frage, wie das Spiel verfolgt werden könnte. 17 Deckenpfronner und einige deutsche Gäste mehr umkreisten mit ihren Handys die Hütte und überlegten, wie das hütteneigene WLAN zu knacken wäre. Schließlich sorgte ein altes Küchenradio mit stetigem, nostalgischem Hintergrundrauschen für einen Hauch von Bern 1954 – leider nicht mit demselben glücklichen Ausgang. Dennoch wird dieser Abend, bei dem selbst die sonst übliche 22 Uhr Hüttenruhe außer Kraft gesetzt werden musste, sicher in Erinnerung bleiben.

Der Stimmung tat das Ausscheiden der deutschen Fußballmannschaft keinen Abbruch – bei herrlichem Sonnenschein ging es an Tag 2 von der Freiburger Hütte durch das Steinerne Meer und über den knapp 2.400 Meter hohen Gerengrat zur Ravensburger Hütte. Zahlreiche Murmeltiere und Gemsen wurden gesichtet und eine Schnellballschlacht auf dem Grat gab’s obendrein. Nach zwei Tagen herrlichstem Sonnenschein tropfte dem einen oder anderen im Zimmerlager unter dem Dach am nächsten Morgen der Regen ins Gesicht. So ließ sich leichter Abschied nehmen, denn die Wanderung ging viel zu früh wieder zu Ende. In farbenfrohem Regenzeug sah die neblige Bergwelt gleich fröhlicher aus und zurück in Lech zeigte sich zum Abschied doch wieder die Sonne.

Die Deckenpfronner Wanderführer André Strunk und Rainer Elsner hatten einmal mehr alles richtig gemacht – eine Fortsetzung ist auf jeden Fall erwünscht, ob mit oder ohne Fußballwunder. 

Text: Simone Hotz

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